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                                                atelier zur eisvogelfeder 

 

                            1. Ausstellung von November 2021 bis am 7. August 2022

                            Madeleine Felber 

                            M  A  N  D  A  L  A  S  &  W O R T Z E L L E N

                           Vom Zentrum zur Peripherie und wieder zur zurück

                           

                            errare umanum est - irren ist menschlich  emef_2012 Öl auf Leinwand

Jeder Farbe entspricht einem Buchstaben, d.h. einem Sprechlaut, einem Phonem.

(ml)  Errare umanum est: Wie sieht es aus, wenn dieser Satz in Farbe „geschrieben“ wird oder in einem Mandala Gestalt annimmt? Worte und Sätze wie u.a. primum nihil nocere (erst mal keinen Schaden anrichten) - primum diegestio fit in ore (die Verdauung beginnt im Mund) – kannitverstanWahrnehmungspause  - Synästhesie oder quis haec leget (wer liest das Zeugs) hat Madeleine Felber in ihren Ölbildern malend in Farbe übersetzt. „Wer meine Textbilder liest, entschleunigt seine Zeit!“, sagt die Malerin zu ihren in Farbe umgesetzten Textbildern.

Laute und Farben sind eine geheimnisvolles Paar. Für die meisten Menschen werden die Phoneme, die Laute unserer Sprache durch Buchstaben, durch die Linearzeichen unseres Alphabets dargestellt. 1987 entwarf die Künstlerin Madeleine Felber das Farbalphabet cromcode emef. Jedem Konsonanten und jedem Vokal hat sie eine bestimmte Farbe zugeordnet. Malend entstehen Textbilder, durch welche der Faden der Linearität, zum Text verwoben, Textur wird.

Die bunt geschriebenen Worte und Sätze sind bei den quadratischen Bildern einmal von innen nach aussen, einmal von aussen nach innen zu lesen, während bei den Mandalas die Farben frei angeordnet sind. Obwohl alle drei Bilder eines Triptychons mit denselben Farben gemalt sind, hat jedes der Bilder wegen der unterschiedlichen Anordnung einen andern Ausdruck.

Die Information über die Anordnung ist essentiell, wie uns der Experimentalphysiker Anton Zeilinger lehrt.

Wortzellen heisst die Werkserie, die im Atelier zur Eisvogelfeder in Diessenhofen, an der Rheinstrasse 15 (gegenüber der Schifflände) ausgestellt werden. Darin liegt die Faszination für die Betrachterin und den Betrachter der Bilder von Madeleine Felber, der Anordnung der Farben und Muster zu folgen, im Wechsel vom Zentrum zur Peripherie und wieder zurück, die ordnende Struktur wirken zu lassen und zu reali-sieren, wo Umkehrungen im Leben möglich sind und wo nicht.

   

Willkommen auf "gut Glück" oder auf Anmeldung unter info@emef.ch

                                           

     

 

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